Britta schreibt zum Kieler Treffen 2002

Nordish by nature in Kiel

Das Treffen in Kiel kann ich erst ab Samstag beschreiben. Denn.....Eigentlich wollten Carola und Andreas Sommers, Gunnar Bestmann und ich am Freitag los. Am Freitag regnete es wie aus Eimern gegossen. Nachdem wir mit unseren Zelten bereits auf Sylt fast weggeweht und ordentlich Nass von oben bekommen haben, outeten wir uns ungeniert als Warmduscher und sind Freitag erst einmal bei Carola und Andi in H.-U. geblieben. Zu Gunnars Ehrenrettung muss ich sagen, dass er schon nass war, als er dort ankam und auch weitergefahren wäre. Dann haben wir die für Kiel gekauften Fressalien gegrillt. Das heißt, Andreas musste immer in den Regen zum Grill rennen. Geschieht ihm auch recht, schließlich hat er auf Sylt im trockenen Auto schlafen dürfen, während Carola und ich heldenhaft die Zelte gegen die Naturgewalten verteidigt haben. Am Samstag hatte dann Gunnar leider auf dem Hinweg eine Panne. Was wäre der Vespafahrer ohne den ADAC. Dieser konnte auch hier helfen und brachte Gunnar nach Kiel. Unterwegs hatten wir noch Probleme mit einem Verkehrsrowdy, der sich bei näherem Hinsehen als Steffi in ihrem Kugelporsche entpuppte.

Das Treffen fand auf dem schon bewährten Nordmarkspotfeld statt. Die Kieler hatten alles super organisiert. Der Korso soll sehr schön gewesen sein. War selbst nicht dabei, weil ich die mir angebotenen Mitfahrgelegenheit in Tims (VAC Kiel) Gespann an Steffi abgetreten habe. Ich glaube allerdings nicht, dass Steffi viel gesehen hat. Nach meiner Einschätzung hat sie sich voll und ganz auf den Fahrer konzentriert. Nach den Fungames war dann Nudelessen angesagt. Von dem bear-and-banana-race (oh Gott, hoffentlich ist das so richtig geschrieben), welches parallel zum Essen stattfand haben die wenigsten etwas mitbekommen. Für den Appetit war das wohl auch ganz gut so.

Auf der Party ließen schon früh zwei männliche Wesen die Hüllen (fast) fallen. Als ich genug Baileys getrunken hatte, um dort ungeniert hinzugucken, waren sie schon wieder angezogen. So ein Pech auch. Oder doch nicht? Wer einen echten Afrikafahrer zu hause hat, den kann wieso nichts mehr doll beeindrucken. Apropos Männer: Das ungekrönte Sexsymbol des Abends waren nicht die Hüllenfallenlasser, sondern Ulf. Wer kann schon nackten, behaarten Männerwaden wiederstehen, die unter einem langen Mantel hervorgucken. Nur Barbara weiß, was drunter war.

Richtig Leben in die Bude kam dann mit dem in Kiel schon bewährten Limbo-Dance. Schon erstaunlich, wer sich wie unter einer Stange durchschiebt oder geschoben wird. Dabei sein war eben alles, auch bei der nachfolgenden Reise nach Jerusalem. Das Freibier als Gewinn musste mit blauen Flecken und kaputten Stühlen bezahlt werden. Unsere zweite Vorsitzende, Frau Krohn, war beim Trinken übrigens schneller als ich. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch musste ich ihr ein Brötchen und ein Glas Wasser servieren, und zwar direkt an die Klobrille, die sie seit längerer Zeit fest im Arm hielt und die sie auch nur mit Ulfs tatkräftiger Unterstützung losgelassen hat. Ich bitte den Vorstand, diese selbstlosen Hilfeleistungen wohlwollend zur Kenntnis zunehmen. Wie wär’s mal mit einem Samariterpreis auf der Weihnachtsfeier?

Von den Teilnehmern her war das Treffen bis auf einen Fürther Vespafahrer und den Hessen Ärisch sehr nordish by nature. Schade für die Kieler, die gern ein paar Gäste mehr gehabt hätten, aber eigentlich schön für uns. Schließlich kommt ja langfristig was Gutes heraus, wenn der Norden fusioniert. Das haben die anwesenden supersüßen Minivespisti schließlich belegt.

Dank an die Kieler vom VCH

Britta

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